Wiener Zeitung
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Die Wiener Zeitung wurde 1703 als Wiennerisches Diarium gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 8. August 1703. Sie ist damit die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt.
Das Wiennerische Diarium begann, wie viele Blätter damals, mit überregionalen oder internationalen Nachrichten, dazu noch Geburts-, Hochzeits- und Todesnachrichten aus dem Adel und Hofberichterstattung. Rein lokale Nachrichten wurden noch durch Ausrufer oder Trommler verbreitet.
Seit 1780 heißt sie Wiener Zeitung, 1812 wurde sie eine offizielle Regierungszeitung und seit 1857 wird die Wiener Zeitung von öffentlicher Stelle herausgegeben und von der Österreichischen Staatsdruckerei bis 1997 gedruckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien die erste Ausgabe am 21. September 1945. Die Auflage entwickelte sich von 4500 (1855) auf heute knapp 24.000 Exemplare. Seit 1995 verfügt sie über die Webausgabe WZ Online. 1998 wurde die Zeitung als GmbH ausgegliedert.
Die Wiener Zeitung ist auch das amtliche Veröffentlichungsorgan der Republik Österreich und enthält ein Amtsblatt („Amtsblatt zur Wiener Zeitung“), in dem unter anderem Stellen im öffentlichen Dienst ausgeschrieben oder Firmenbuchänderungen bekannt gemacht werden. Die Wiener Zeitung ist Genossenschafter der Austria Presse Agentur.
Chefredakteur des Blattes war von Mai 2005 bis Oktober 2009 Andreas Unterberger, der zuvor die Redaktion der Presse leitete. Laut Medienberichten wird es im November 2009 zu einer Ablösung Unterberger-Stellvertreters Franz Zauner durch Reinhard Göweil, den derzeitigen Wirtschafts-Ressortleiter der Tageszeitung Kurier, kommen[1][2].
Die Ausgaben der Wiener Zeitung von 1807 bis 1936 können lückenlos online im Anno-Portal der Österreichischen Nationalbibliothek gelesen werden.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ “Wiener Zeitung” bekommt neuen Chefredakteur, APA, 26. September 2009
- ↑ Wiener Zeitung: Ablöse “politisch nicht motiviert”, Die Presse, 27. September 2009
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