TAT-14
TAT-14 ist die Abkürzung für Trans Atlantic Telephonecable Number 14. Es ist ein leistungsfähiges Seekabelsystem, das Nordamerika über 2 Strecken mit Europa verbindet. Dabei ist die Bezeichnung Telephonecable (Telefonkabel) streng genommen nicht ganz richtig, da damit hauptsächlich binäre Daten (bspw. für das Internet) übertragen werden. Das TAT-14 wurde am 21. März 2001 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit eingeweiht.[1]
Die Kosten für seine Herstellung und Verlegung betrugen zirka 1,3 Milliarden US-Dollar, wobei zirka 50 Prozent des Betrages nur für die Verlegung des Kabels aufgewandt wurden. Die Kosten teilten sich 50 Telekommunikationsunternehmen, darunter auch die Deutsche Telekom AG, die sich mit 128 Millionen Euro beteiligte.[1] Für die Verlegung wurde eine zirka ein Meter tiefe Rinne in den Meeresboden gepflügt. An Stellen, an denen der Boden zu hart war, wurde das Kabel mit einem Stahlmantel verstärkt. Diese Maßnahmen sollen es vor mechanischen Belastungen schützen, wie sie zum Beispiel durch Schiffsanker hervorgerufen werden können.
Das Kabel ist bei 15.000 Kilometern Gesamtlänge 50 mm dick und besitzt acht Glasfasern beziehungsweise vier Glasfaserpaare. Das Kabelsystem ist als Ring ausgelegt, so dass bei einem Kabelbruch die Daten über den intakten Teil des Rings geleitet werden können. Durch die Ringkonfiguration bestehen also zwei Trassen zwischen Nordamerika und Europa, wobei jede Trasse maximal 160 Gbit/s pro Glasfaserpaar (640 Gbit/s gesamt) übertragen kann. Zusammen sind also über ein Terabit oder umgerechnet rund 160 Gigabyte an Daten pro Sekunde möglich.
Eine Trasse beginnt in Norden (Deutschland) und führt über Blåbjerg (Dänemark) und die Shetland-Inseln durch den Atlantik nach Manasquan und Tuckerton (New Jersey). Eine weitere Trasse beginnt ebenfalls in Norden und führt über Katwijk (Niederlande), Saint-Valéry-en-Caux (Frankreich), Bude (England) durch den Atlantik wieder nach Tuckerton und Manasquan.
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Beschädigungen
Im November 2003 kam es binnen weniger Wochen zu zwei Kabelbrüchen, wodurch Internetdienste in Großbritannien zeitweise nicht genutzt werden konnten.
Am 23. März 2008 kam es erneut zu einem Defekt, vermutlich in der Gegend von Calais. Internetverbindungen in die USA wurden dadurch ausgebremst.[2]
Daten
| Telekommunikationsunternehmen | France Telecom, KPNQwest, Sprint, Concert, Deutsche Telekom AG, … |
| Dicke | 50 mm [3] |
| Länge | 15.000 km |
| Glasfasern | insgesamt 8 (4 Paare) |
| Repeater | alle 50-70 km |
| Übertragungstechnik | WDM/SDH mit 16-fach Wellenmultiplex, 10 Gbit/s pro Wellenlänge |
| maximale Übertragungsgeschwindigkeit | 640 Gbit/s pro Trasse (1280 Gbit/s) |
Siehe auch
Quellen
- ↑ a b heise online: Neue Datenautobahn über den Teich, Meldung vom 21. März 2001
- ↑ heise online: Beschädigtes Unterseekabel bremst Internetverbindungen in die USA, Meldung vom 23. März 2008
- ↑ Spiegel online: Das fragile Netz, Artikel vom 27. Dezember 2006
TAT-14-SeekabelCable Failure Hits UK Internet Traffic - Artikel über Kabelbrüche am TAT-14 (englisch)
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