Potsdam Passagierschiff
| POTSDAM | ||
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| Schiffsdaten | ||
| Schiffstyp: | Turbinendampfschiff | |
| (Letzter) Heimathafen: | Karachi | |
| Schiffstaufe | 16. Januar 1935 | |
| Bauwerft: | Blohm & Voss, Hamburg | |
| (Letzter) Eigner: | Pan Islamic S.S. Co. | |
| Technische Daten | ||
| Baunummer: | 497 | |
| Vermessung: | 17528 BRT 10109 NRT | |
| Landungstonnen: | 12000 tdw | |
| Länge über alles: | 193,2 m | |
| Breite über alles: | 22,6 m | |
| Max. Tiefgang: | ? m | |
| Maschine | ||
| Antrieb: | 2 Turbogeneratoren 2 E-Fahrmotoren | |
| Maschinenleistung: | 26000 PS (19000 kW) | |
| Höchstgeschwindigkeit: | 21 kn | |
| Schrauben: | 2 | |
| Schornsteine: | 1 | |
| Masten: | 2 | |
| Sonstiges | ||
| Anzahl der Passagiere | 227 I. Klasse 166 II.Klasse | |
| Anzahl Besatzung: | 275 | |
| Schwesternschiffe: | Scharnhorst, Gneisenau | |
Der Schnelldampfer Potsdam war ein Passagierschiff, welches nach der ehemaligen brandenburgisch/preußischen Residenzstadt benannt wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Bauwerft
Auf Kiel gelegt wurde der Neubau in der Werft Blohm & Voss auf Steinwerder in Hamburg. Der Stapellauf des Schiffes fand am 16. Januar 1935 statt. Auftraggeber war die Reederei HAPAG. Noch vor Indienststellung wurde die Potsdam jedoch an den Norddeutschen Lloyd veräußert. Das Schiff war mit einem für die damalige Zeit fortschrittlichen Wulstbug versehen. Die erste Probefahrt wurde am 22.Juni 1935 durchgeführt. Die Ausrüstung war am 28. Juni beendet. Am 5. Juli 1935 verließ die Potsdam Bremerhaven zu ihrer Jungfernfahrt in Richtung Ostasien.
Die Zeit während des 2.Weltkrieges
Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde das Schiff erst in Hamburg und anschließend in Gotenhafen als Wohnschiff für die Kriegsmarine stationiert. 1942 gab es ein Projekt, dieses Schiff in einen Flugzeugträger um zubauen. Kurz vor Kriegsende war die Potsdam an der Evakuierung der Bevölkerung von der stark umkämpften Halbinsel Hel beteiligt. Über fünfzigtausend Menschen wurden bei mehreren Einsätzen transportiert.
Nach 1945
Am 20.Juni 1945 wurde die Potsdam an Großbritannien ausgeliefert. Neuer Eigentümer war jetzt das Ministry of War Transport. Unter dem neuen Namen Empire Juwel wurde sie zum Truppentransporter umgebaut. Bereedert wurde das Schiff fortan von der Peninsular & Oriental Steam Navigation Co. London (P & O). Im November 1946 lag sie, umbenannt in Empire Fowey, im Firth of Forth auf. In der Zeit von 1947 bis 1950 wurde die Empire Fowey in Glasgow in der Werft von Stephan & Sons umgebaut und mit neuen Kesseln und Turbinen versehen. Anfang 1960 wurde das Schiff außer Dienst gestellt. Die in Karatschi (Pakistan) ansässige Reederei Pan Islamic S.S. Co. kaufte im Mai desselben Jahres das Fahrzeug und brachte es unter dem Namen Safina-E-Hujjaj als Pilgerschiff wieder in Fahrt. Es verkehrte vornehmlich auf der Route zwischen Karatschi und Dschidda, dem Tor nach Mekka. Neben Pilgerfahrten fuhr es auch im Pakistan-Hongkong-Dienst sowie nach Ostafrika. Nach über vierzig Einsatzjahren wurde das Schiff 1976 endgültig außer Dienst gestellt. Am 22.Oktober begann man am Gadani Beach mit der Verschrottung.
Literatur
- Claus Rothe Deutsche Ozean-Passagierschiffe 1919 bis 1985 transpress ISBN 3-344-00164-7
Die Potsdam im Miramar ship index (engl.)
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