John Venn

John Venn

John Venn (* 4. August 1834 in Drypool (Hull, Humberside); † 4. April 1923 in Cambridge) war ein englischer Mathematiker.

Leben und Wirken

Venn besuchte in London die Cholmley School, heute als die Highgate School bekannt. Von 1853 bis 1857 war er am Gonville and Caius College in Cambridge und erlangte 1859 die Priesterwürde. 1862 kehrte er nach Cambridge zurück und widmete sich unter dem Einfluss der Arbeiten von Augustus De Morgan, George Boole und John Stuart Mill der Logik und der Wahrscheinlichkeitstheorie.

Als Professor für Logik und Naturphilosophie lehrte er in Cambridge mehr als 30 Jahre. Ab etwa 1890 beschäftigte sich Venn vorrangig mit der Geschichte seiner Universität.

Die selbst entwickelte induktive und methodologische Logik versuchte Venn mit der deduktiven und formalistischen von William Rowan Hamilton zu verknüpfen. Im Anschluss an Leonhard Euler führte er die graphische Darstellung der kategorischen Aussagen der Klassenlogik weiter (Venn-Diagramme). Er prägte den Begriff der symbolischen Logik. Weiterhin untersuchte er Probleme der Modallogik.

Als erster arbeitete Venn die Häufigkeitskonzeption der Wahrscheinlichkeit in Form einer mathematischen Theorie aus. Seine Ideen zur Wahrscheinlichkeitstheorie wurden später von Hans Reichenbach aufgegriffen und weiterentwickelt.

Schriften

  • The Logic of Chance, 1866
  • The foundations of chance, 1872
  • On the Diagrammatic and Mechanical Representation of Prepositions and Reasonings, in: Philosophical Magazine and Journal of Science, July 1880
  • Symbolic Logic, 1888, 1894
  • The principles of empirical logic, 1889
  • The Biographical History of Gonville and Caius College, 1349-1897

Eintrag im Archiv der Royal Society
  • John Venn im MacTutor History of Mathematics archive (englisch)
  • Ein Gemälde als Portrait von John Venn
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