Fische Sternbild

Sternbild
Fische

Karte des Sternbilds Fische
Lateinischer NamePisces
Lateinischer GenitivPiscium
KürzelPsc
Rektaszension22h 51m 17s bis 2h 06m 40s
Deklination-6° 18′ 27″ bis 33° 40′ 55″
Fläche889 deg2
Rang 14
Vollständig
sichtbar
84° Nord bis 56° Süd
Beobachtungszeit
für Mitteleuropa
Herbst
Anzahl der Sterne
heller als 3 mag
0
Hellster Stern
(Größe)
η Piscium (3,62)
Meteorströme

Pisciden

Nachbarsternbilder
(von Norden im
Uhrzeigersinn)
Künstlerische Darstellung des Sternbildes Fische

Die Fische (lateinisch Pisces, astronomisches Zeichen: ♓) sind ein Sternbild auf der Ekliptik und besteht aus Sternen, bei dem nur der Alphastern die 3. Grösseklasse erreicht.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Fische liegen auf der Ekliptik, daher ziehen Sonne, Mond und die Planeten durch das Sternbild. Es gehört somit zu den Tierkreiszeichen. Allerdings hat sich der Durchgang der Sonne aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse gegenüber der Antike verändert. Die Sonne durchwandert die Fische derzeit zwischen dem 12. März und dem 18. April in Richtung Norden.

Die Ekliptik kreuzt in den Fischen den Himmelsäquator. Dieser Kreuzungspunkt, der Frühlingspunkt, ist der Ursprung der wichtigsten astronomischen Koordinatensysteme am Sternenhimmel. Der Zeitpunkt zu dem die Sonne den Himmelsäquator überquert, entspricht dem astronomischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel. Dieser Punkt beginnt allerdings seit Mitte des vorigen Jahrhunderts den Bereich der Fische zu verlassen und in den Wassermann überzugehen.

Geschichte

Die Fische gehören zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Ptolemäus beschrieben wurden.

Im Jahre 7 v. Chr. kam es in den Fischen zu einer seltenen dreifachen Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn (Größte Konjunktion), das heißt, die beiden Planeten begegneten sich drei Mal im Laufe eines Jahres. Konjunktionen zwischen Jupiter und Saturn treten zwar rund alle 20 Jahre auf, jedoch sind die wenigsten gleich dreifach mit derart geringem Winkelabstand, dass beide fast wie ein einziger Stern aussehen. Dies ist nur alle 854 Jahre zu sehen und stellte somit für babylonische Astronomen ein Jahrtausendereignis dar. Damals konnten die Planeten Jupiter mit Saturn und später dann Venus mit Mars alle in einer Reihe im Sternbild Pisces (Fische) beobachtet werden. Diese beiden Tatsachen gaben zu Hypothesen Anlass, dass jene Jupiter-Saturn-Konjunktion als der Stern von Betlehem in die Geschichte und christliche Glaubenswelt einging. So waren Fischabbildungen in der Antike auch ein heimliches Erkennungszeichen der Christen untereinander. Bis heute ist der tatsächliche Sachverhalt jedoch ungeklärt, auch rein symbolische Deutungen oder Kometen wurden als Grundlage der Dreikönigsgeschichte vorgeschlagen.

Mythologie

Die Babylonier brachten das Sternbild mit der Liebesgöttin Ischtar in Verbindung.

Die antiken Griechen übernahmen diese Deutung offensichtlich später. In ihrer Mythologie stellen die Fische die Liebesgöttin Aphrodite und ihren Sohn Eros dar, die auf der Flucht vor dem Ungeheuer Typhon in den Euphrat sprangen, sich in Fische verwandelten und entkamen.

Die Römer haben die Fische oft als Imbrifer Duo Pisces, als die beiden regenbringenden Fische bezeichnet, oder auch als Gemini Pisces und Piscis Gemellus, also als Fischpaar.

Himmelsobjekte

Sterne

BFNamen o. andere BezeichnungenGrößeLjSpektralklasse
οTorcularis Septemtrionalis4,26m258G8 III
ε714,27m190K0 III
θ104,27m159K1 III
α113Alrischa, Al Rescha, Kaitain4,33m139A0pSiSr
YY4,37m415M3 III
δ634,44m305K4 IIIb
ν1064,45m368K3 IIIb Ba0.1
β4Fum al Samakah4,48m493B6 Ve
λ184,49m101A7 V
τ834,51m162K0.5 IIIb
ξ1114,61m191K0 III
χ844,66m440G8.5 III-IIIa
φ854,67m378K0 III
υ904,74m311A3 V
μ984,84m360K4 III
HR 90674,88m224G9 III
κ84,95m162A0p CrSi:Sr:
TX4,95m760C5 II
TV5,01m491M3 III
75,05m341K2 III
645,07m78F8 V
295,13m409B7 III-IV
895,13m220A3 V
825,15m560F0 V
ζ865,21m148A7 IV
915,23m344K5
α Psc-B5,23m139A3m
1075,24m24K1 V
ψ1745,33m239A1 Vn
ρ935,35m85F2 V
555,36m411K0 III + F3 V
575,36m588M4 IIIa
415,38m395K3
525,38m257K0 III
55,42m280G8 III-IV
25,43m280K1
685,44m705G6
205,49m292G8 III
σ695,50m414B9.5 V
945,50m307K1 III

Der hellste Stern der Fische ist η Piscium, auch Kullat Nunu genannt. Er ist ein 294 Lichtjahre entfernter, gelb leuchtender Riesenstern mit der vierfachen Masse, dem 25fachen Durchmesser und der 300fachen Leuchtkraft unserer Sonne.

β Piscium ist ein 493 Lichtjahre entfernter, bläulicher Stern der Spektralklasse B6 V. Der Name Fum al Samakah ist arabischen Ursprungs und bedeutet soviel wie „Maul des Fisches“.

Doppelsterne

SystemGrößenAbstand
α4,33 / 5,23m1,9″
356,0 / 7,7m11,6″
656,3 / 6,3m4,4″
ζ Psc5,2 / 6,3m22,9″
ψ15,3 / 5,6m30,0″

Veränderliche Sterne

SternGrößePeriodeTyp
474,7 bis 5,4m50 bis 85 TageHalbregelmäßig Veränderlicher
194,8 bis 5,2mUnregelmäßig Veränderlicher

47 Piscium ist ein 400 Lichtjahre entfernter halbregelmäßig Veränderlicher, der seine Helligkeit über einen Zeitraum von etwa 50 bis 85 Tagen verändert. Er ist ein rötlicher Stern der Spektralklasse M3 III.

19 Piscium ist ein Roter Riese der Spektralklasse C5 II in 2.000 Lichtjahren Entfernung. Er besitzt den 700fachen Durchmesser unserer Sonne und ist einer der größten bekannten Sterne. Seine Helligkeit ändert sich ohne erkennbare Regelmäßigkeit.

Messier- und NGC-Objekte

Messier (M)NGCsonstigeGrößeTypName
746289,4mGalaxie
48810,3mGalaxie
52410,3mGalaxie

In den Fischen sind drei Galaxien sichtbar. Eine nahm der französische Astronom und Kometenjäger Charles Messier in seinen Katalog nebliger Objekte (Messierkatalog) auf.

M 74 ist eine Galaxie in ca. 30 Millionen Lichtjahren Entfernung. Man findet sie westlich des hellen Sterns η Piscium. Sie ist nicht leicht zu beobachten und erscheint unter günstigen Sichtbedingungen im Prismenfernglas als sehr diffuses nebliges Fleckchen. Spiralstrukturen werden erst in großen Teleskopen erkennbar.

Siehe auch

Darstellung der Fische in historischem Atlas
  • Sternbild Pisces Eine fotografische Reise durch die Tierkreiszeichen
  • Bewegte Darstellung des Sterns von Bethlehem im Jahre 7 v. Chr. im Sternbild der Fische
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    © Dieser Artikel zu tallerdingsseitMittedesvorigenJahrhundertsdenBereichderFischezuverlassenundindenWassermannüberzugehen.

    Geschichte

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    Geschichte

    DieFischegehörenzuden48SternbildernderantikengriechischenAstronomie,diebereitsvonPtolemäusbeschriebenwurden.

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    und die Liste der Geschichte

    DieFischegehörenzuden48SternbildernderantikengriechischenAstronomie,diebereitsvonPtolemäusbeschriebenwurden.

    ImJahre7v.Chr.kamesindenFischenzueinerseltenendreifachenKonjunktionzwischenJupiterundSaturn(GrößteKonjunktion),dasheißt,diebeidenPlanetenbegegnetensichdreiMalimLaufeeinesJahres.KonjunktionenzwischenJupiterundSaturntretenzwarrundalle20Jahreauf,jedochsinddiewenigstengleichdreifachmitderartgeringemWinkelabstand,dassbeidefastwieeineinzigerSternaussehen.Diesistnuralle854JahrezusehenundstelltesomitfürbabylonischeAstronomeneinJahrtaus&action=history”>Autoren einsehen.

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