Deutsches Rundfunkarchiv
Das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) ist als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD mit den beiden Standorten Frankfurt am Main und Potsdam-Babelsberg. Das DRA verfügt über reichhaltige Bestände an Ton- und Bilddokumenten, Schriftgut, gedruckten Medien und Sachzeugen. Das Archiv umfasst wesentliche Teile der audiovisuellen Überlieferung in Deutschland und spiegelt die Entwicklung des Rundfunks seit seinen Anfängen, insbesondere aber der ARD und des Hörfunks und Fernsehens der DDR.
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Bestände
Sammlungsschwerpunkte des Archivs sind Aufnahmen aus Zeitgeschichte und Musik seit Beginn der Tonaufzeichnung, historische Tonträger wie Edison-Zylinder und Schallfolien, Schellack- und Vinylplatten, Klavierrollen und anderes mehr. Darüber hinaus archiviert das DRA Schriftgut und gedruckte Publikationen zur Programm- und Unternehmensgeschichte des deutschen Rundfunks vor 1945, des Rundfunks und Fernsehens der DDR sowie der ARD.
Die Bestände und Informationsquellen des DRA werden im Rahmen des Stiftungsauftrages dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für Wissenschaft und Forschung, Erziehung und Kultur, eingeschränkt auch Privatpersonen und kommerziell arbeitenden Einrichtungen zur Verfügung gestellt.
Geschichte
Gegründet wurde das DRA 1952 als Lautarchiv des Deutschen Rundfunks mit Sitz beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. 1962 wurden seine Aufgaben um die Dokumentation von Fernsehproduktionen erweitert. Gemeinsam mit dem Studienkreis Rundfunk und Geschichte gibt das DRA seit 1974 die Fachzeitschrift Rundfunk und Geschichte heraus.
Nach dem Fall der Mauer übernahm es 1992, bis 1994 zunächst treuhänderisch, die Verwaltung der Archivbestände des Hörfunks sowie des Fernsehens der DDR und erhielt einen zweiten Standort in Berlin-Adlershof. Von 1994 bis 2002 vergab es im Auftrag der ARD das „DRA-Stipendium zur Erforschung der Rundfunk- und Mediengeschichte der DDR“.[1]
Im Dezember 2000 wurde der Neubau in Potsdam-Babelsberg auf dem Gelände des RBB eingeweiht, der den Berliner Standort ersetzte.
Vorstände
- Harald Heckmann (1972–1991)
- Joachim-Felix Leonhard (1991–2001)
- Hans-Gerhard Stülb (seit 2001)
Mitgliedschaften
Das DRA ist Mitglied im Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute und im Netzwerk Mediatheken.