Canino

Canino
Staat:Italien
Region:Latium
Provinz:Viterbo (VT)
Koordinaten:42° 28′ N, 11° 45′ O42.46511.751944444444229Koordinaten: 42° 27′ 54″ N, 11° 45′ 7″ O
Höhe:229 m s.l.m.
Fläche:123 km²
Einwohner:5165 (2007)
Bevölkerungsdichte:42 Einw./km²
Postleitzahl:01011
Vorwahl:0761
ISTAT-Nummer:056012
Demonym:Caninesi
Schutzpatron:San Clemente
Website:Canino
Canino, Altstadt Le Buche

Canino ist eine Gemeinde in der Provinz Viterbo in der italienischen Region Latium. Sie liegt 106 km nordöstlich von Rom und hat ca. 5000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Canino liegt am Rande der Monti Volsini zwischen dem Bolsenasee und Tuscania. Es gehört zur Maremma Laziale.

Geschichte

Im Mittelalter gehörte Canino zum Besitz der Farnese. Von 1534 bis 1649 gehörte es zum Herzogtum Castro, das Papst Paul III., bürgerlich Alessandro Farnese, für seinen außereheliche Sohn Pier Luigi Farnese einrichtete. Nach der Zerstörung durch Papst Urban VIII. wurde es in den Kirchenstaat eingegliedert.

1814 erhob Papst Pius VII. Lucien Bonaparte, den Bruder von Napoléon Bonaparte zum Fürsten von Canino. Lucien Bonaparte ließ in der Umgebung von Canino, unter anderem in Vulci umfangreiche Ausgrabungen machen, bei denen vor allem etruskische Funde gemacht wurden.

Bevölkerung

1871190119211951197119912001
1.7042.5093.2524.4725.0145.2515.072

Quelle: ISTAT

Politik

Lina Novelli (Mitte-Links-Bündnis) wurde am 28. Mai 2006 zur Bürgermeisterin gewählt. Das Mitte-Links-Bündnis stellt auch mit 10 von 16 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Altstadt, genannt Le Buche, weist noch ein geschlossenes mittelalterliches Ortsbild auf.
  • Der Palazzo Bonaparte wurde von Giuseppe Valadier für Lucien Bonaparte errichtet.
  • Die Kirche Santi Apostoli Giovanni e Andrea wurde von 1783 bis 1793 an Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet.
  • Die Kirche Santa Croce ist die älteste Kirche Caninos.
  • Das ehemalige Kloster San Francesco wurde im 15. Jahrhundert von Gabriele Francesco Farnese gegründet.
  • An der Straße nach Ischia di Castro liegen die Ruinen des Festungsortes Castellardo mit den Resten von Höhlenwohnungen. Es wurde 1175 erstmals erwähnt und 1459 von den Caninesi zerstört.

Kulinarische Spezialitäten

Berühmt ist Canino für sein Olivenöl, das mit der Herkunftsbezeichnung DOP ausgezeichnet ist.[1]

Söhne und Töchter des Ortes

Quellen

  1. Camera di Comercio Tuscia Viterbese

Weblinks zu zu

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