Bruno Liebrucks
Bruno Liebrucks (* 12. Oktober 1911 in Budupönen, Kreis Ragnit, Ostpreußen; † 15. Januar 1986 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Philosoph. 1933 Promotion in Königsberg, ausgezeichnet mit dem Kantpreis. 1934-’36 Assistent in Königsberg. 1943 Habilitation in Berlin. 1945 bis 1950 Assistent in Göttingen. 1950-’59 Professor in Köln, 1959 bis zu seinem Tod Ordinarius für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurtund Direktor des philosophischen Seminars. Bruno Liebrucks hat in seiner Habilitation eine Entwicklung von Platons Denken von eleatischer Starre zu dialektischem Spätwerk postuliert. In seinem mehrbändigen Hauptwerk Sprache und Bewußtsein (1964 bis 1979) hat er das Problem der Sprache und der dialektischen Logik auf breiter Basis unter systematischen und historischen Aspekten untersucht. Liebrucks kommentiert eine Reihe von Sprachphilosophen wie Herder, Hamann, Cassirer und Gehlen im Einleitungsband, dann Wilhelm von Humboldt, Kant, Hegel und Hölderlin.
Werke (Auswahl)
- Probleme der Subjekt-Objektrelation, (Phil. Diss.) Königsberg, 1933
- Platons Entwicklung zur Dialektik, Frankfurt a. M., Klostermann, 1949 (Berlin, Habil.-Schr., 1943)
- Sprache und Bewußtsein, Bde. 1 bis 5, 6,1-6,3 u. 7, Frankfurt a. M., Akad. Verl.-Ges., Bde 1- 5 u, Lang, Bde 6 u. 7, 1964 bis 1979
- Erkenntnis und Dialektik, Den Haag, Nijhoff, 1972 (Aufsatzsammlung)
- Bruno Liebrucks, im 2. Bd. v. Ludwig Pongratz, Hrsg., Philosophie in Selbstdarstellungen (3 Bde.), Hamburg, Meiner, 1975-’77
- Irrationaler Logos und rationaler Mythos, Würzburg, Königshausen u. Neumann, 1982 (Aufsatzsammlung)