Artefakt Archäologie

Artefakt (aus lat. ars (ursprgl.) „Bearbeitung“ und facere „machen, herstellen“) bezeichnet in der Archäologie einen von Menschen hergestellten Gegenstand. In der Regel handelt es sich dabei um handliche Objekte aus Holz, Knochen oder Stein und ähnlichen formbaren Materialien, die während einer archäologischen Unternehmung, z. B. einer Ausgrabung, entdeckt oder oberflächig gefunden worden sind.

Beispiele für Artefakte sind u. a. Pfeilspitzen, Keramikscherben, Tongefäße, Schmuckstücke, Kunstgegenstände oder Waffen. Allerdings werden auch Feuerstellen, Gruben oder Steinsetzungen als Artefakte angesehen. Das Studium dieser Objekte ist ein wichtiger Bereich der Archäologie, denn die Untersuchung der Artefakte gibt Hinweise auf vergangene Kulturen und deren Lebensweisen.

Artefakte stehen zum einen in Abgrenzung zu Hinterlassenschaften menschlichen Wirkens, die als feste Installationen geschaffen wurden, also Bauwerke im allgemeinen Sinn (Straßen, Befestigungen, Siedlungen, und ähnliches). Zum anderen unterscheiden sie sich von Biofakten. Bei diesen handelt es sich zwar ebenfalls um Objekte, die von großem archäologischem Interesse sein können, sie sind aber nicht anthropogen, sondern natürlich, z. B. von Pflanzen (Samen, Pollen usw.) oder Tieren (Knochen, Zähne u. ä.). Ein Biofakt kann noch potenziell lebendig sein (z. B. Pilzsporen, die man wieder zum Auskeimen bringen kann).

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