Mäuse

Dieser Artikel befasst sich mit der Gattung der Mäuse; andere Bedeutungen unter Maus.
Mäuse

Hausmaus

Systematik
Ordnung:Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung:Mäuseverwandte (Myomorpha)
Überfamilie:Mäuseartige (Muroidea)
Familie:Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie:Altweltmäuse (Murinae)
Gattung:Mäuse
Wissenschaftlicher Name
Mus
Linnaeus, 1758
Röngtendarstellung eines Mauseschädels

Die Mäuse (Mus) sind eine Gattung der Echten Mäuse, deren bekannteste Art die Hausmaus ist. Daneben gibt es 37 weitere Arten, die teils ebenfalls Kulturfolger, teils aber auch zurückgezogen lebende Waldtiere sind. Als Farbmäuse bezeichnete Zuchtformen der Hausmaus (Mus musculus) werden als Haustiere gehalten.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Kopfrumpflänge reicht von 4,5 bis 12,5 cm; der Schwanz ist meistens ebenso lang wie der Körper. Das Normalgewicht liegt bei etwa 30 Gramm. Es wurden schon Mäuse in Gefangenschaft gehalten, die 60 Gramm wogen. Wildmäuse sind oberseits grau oder braun gefärbt, die Unterseite hat einen helleren Grau- oder Braunton oder ist weiß. Inzwischen wurde eine unüberschaubare Zahl an Farbvarianten gezüchtet. Der Schwanz ist mit feinen Haaren bedeckt, scheint aber auf den ersten Blick nackt zu sein.

Verbreitung und Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasste offenbar Afrika, Südeuropa sowie das subtropische und tropische Asien. Die Hausmaus stammt wahrscheinlich aus Indien und breitete sich von dort im Gefolge des Menschen weltweit aus. Der natürliche Lebensraum sind Wälder oder Savannen. Manche Arten haben sich aber derart auf ihre Rolle als Kulturfolger spezialisiert, dass man sie meistens in der Nähe menschlicher Behausungen findet. Neben der Hausmaus gilt dies für die Afrikanische Zwergmaus, in eingeschränktem Maße auch für die Reisfeldmaus und die Falbmaus.

Systematik

Die 39 Arten werden oft auf die folgenden vier Untergattungen aufgeteilt:

  • Untergattung Mus
  • Untergattung Pyromys
    • Mus platythrix, Indien
    • Mus saxicola, Südasien
    • Mus phillipsi, Indien
    • Mus shortridgei, Südostasien
    • Mus fernandoni, Sri Lanka
  • Untergattung Coelomys
    • Mus mayori, Sri Lanka
    • Mus pahari, Südostasien
    • Mus crociduroides, Sumatra
    • Mus vulcani, Java
    • Mus famulus, südl. Indien
  • Untergattung Nannomys
    • Mus callewaerti, Kongo, Angola
    • Mus setulosus, West- und Zentralafrika
    • Tritonsmaus (Mus triton), Zentral- und Ostafrika
    • Mus bufo, Ostafrika
    • Mus tenellus, Ostafrika
    • Mus haussa, westl. Sahelzone
    • Mus mattheyi, Ghana
    • Mus indutus, südl. Afrika
    • Mus setzeri, Namibia, Botswana, Sambia
    • Afrikanische Zwergmaus, (Mus musculoides), Afrika südl. der Sahara
    • Mus minutoides, südl. Afrika
    • Mus orangiae, Südafrika
    • Mus mahomet, Ostafrika
    • Mus sorella, Zentral- und Ostafrika
    • Mus kasaicus, Kongo
    • Mus neavei, Ostafrika
    • Mus oubanguii, Zentralafrikanische Republik
    • Mus goundae, Zentralafrikanische Republik
    • Mus baoulei, Elfenbeinküste, Guinea

Die Algerische Hausmaus, die Makedonische Hausmaus und die Ährenmaus wurden lange als Unterarten der Hausmaus angesehen, erst durch jüngere morphologische und biochemische Analysen wurde ihre Eigenständigkeit erwiesen.

Die indische Maus Mus booduga wurde zusammen mit den afrikanischen Arten gelegentlich in einer Gattung Leggada geführt.

Einzelnachweise

  1. L Bonham, G Wolgamot, and A D Miller: Molecular cloning of Mus dunni endogenous virus: an unusual retrovirus in a new murine viral interference group with a wide host range J Virol. 1997 June; 71(6): 4663–4670.

 Commons: Maus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0-8018-5789-9
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