Metaebene
Eine Metaebene ist eine übergeordnete Ebene oder Sichtweise, wenn ein Diskurs oder eine Struktur innerhalb von sich selbst über sich selbst spricht. Zu jeder Metaebene selbst kann wieder eine neue Metaebene gebildet werden.
Beispiele
In der Informatik unterscheidet man zwischen Daten und den sog. Metadaten, die diese beschreiben.
Die Wissenschaftstheorie untersucht auf einer Metaebene die wissenschaftlichen Methoden, die wiederum der Untersuchung von natürlichen Phänomenen - d. h. der Wissenschaft - dienen.
Bei der Betrachtung der menschlichen Kommunikation wird eine Diskussion, die sich nicht mit deren Inhalten, sondern mit dem äußeren Rahmen (Sprecher, Voraussetzungen, Begrifflichkeiten) oder inneren Problemen (Diskussionsstil) auseinandersetzt, als Metaebene oder auch Metadiskussion bezeichnet.
In der Kunst, Literatur oder im Film spricht man von einer Metaebene, wenn die jeweilige Produktion oder Entstehung eines Werkes selbst zum Inhalt der Arbeit wird. Bekannte Filmbeispiele sind z. B. 8½ von Federico Fellini und das Blair Witch Projekt. Zu unterscheiden ist dies aber vom “Making-of“, bei dem nicht im Werk über das Werk gesprochen wird, sondern in einem davon getrennten Film.
Die Vermischung von (Objekt-)Ebene und Metaebene ist eine Möglichkeit, um selbstbezügliche Aussagen oder Bilder zu erstellen. Ein Beispiel ist das bekannte Bild La trahison des images (wörtlich: „Der Verrat der Bilder“) von René Magritte, das eine Pfeife mit dem Schriftzug „Ceci n’est pas une pipe.“ („Dies ist keine Pfeife.“) abbildet.
Siehe auch
Metasprache, Gödelscher Unvollständigkeitssatz, Maxwellscher Dämon, Wahrnehmung, Metaethik, Dekonstruktion, Metawissenschaft, Metadaten, Metatheorie, Metaisierung, Metagattung
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Metaebene , die Versionsgeschichte
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