M-real
| M-real Corporation | |
|---|---|
| Unternehmensform | Osakeyhtiö |
| Gründung | 1986 |
| Unternehmenssitz | Espoo, Finnland |
| Unternehmensleitung | Mikko Helander (CEO) |
| Mitarbeiter | 6.546 (Dezember 2008) [1] |
| Umsatz | 3.236 Mio. € (2008) [1] |
| Branche | Papier- und Kartonherstellung |
| Website | |
M-real ist ein Hersteller von Papier, Karton und Verpackungen. Hauptsitz des Unternehmens ist Espoo in Finnland. Im Jahre 2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro und beschäftigte 14.125 Mitarbeiter, von denen über 10.000 außerhalb von Finnland tätig sind. Nach massiven Umstrukturierungen in den Jahren 2007-2009 sind im Sommer 2009 noch etwa 6.100 Mitarbeiter bei M-real beschäftigt.
Das Unternehmen geht ursprünglich auf eine 1868 von G.A. Serlachius im finnischen Mänttä gegründete Holzschleiferei zurück. Eine erste Papierfabrik nahm 1881 den Betrieb auf. Im Jahre 1986 schließlich ging aus dem Zusammenschluss der G.A. Serlachius Oy und der Metsäliiton Teollisuus Oy die Metsä-Serla Oy hervor. Als in den 1990ern die Papierindustrie allgemein stark von Konsolidierung und Zusammenschlüssen geprägt war, wuchs auch Metsä-Serla durch diverse Zukäufe. Im Jahre 2000 übernahm Metsä-Serla den schwedischen Papierhersteller Modo Paper und 2001 die deutsche Zanders Feinpapiere AG. Im Zuge einer Neuausrichtung und Integration der hinzugewonnenen Firmenteile wurde im Jahr 2001 der Firmenname von Metsä-Serla Oy in M-real Corporation geändert. Nach Abschluss der Expansion beschäftigte M-real Anfang 2003 weltweit etwa 21.000 Mitarbeiter.
Im Laufe der folgenden Jahr geriet jedoch auch M-real in den Sog von allgemeinen Schwierigkeiten der europäischen Papierindustrie, verursacht nicht zuletzt durch hohe Überkapazitäten und erstarkende Wettbewerber aus dem asiatischen Raum. Im August 2004 erfolgte der vorerst letzte Zukauf, als M-real einen 74-prozentigen Anteil an Kemiart-Liners von UPM-Kymmene übernahm, und nach Übernahme von weiteren 6 % von der eigenen Muttergesellschaft Metsäliitto Cooperative alleiniger Eigentümer der Firma wurde. Im selben Jahr verkaufte M-real seine Fabrik im finnischen Savon Sellu. Im Juni 2006 folgte ein Verkauf des französischen Produktionsstandortes Point Saint Maxence.
2007 erfolgte eine Reduktion der Produktionskapazitäten und eine Veräusserung der nicht zum Kerngeschäft zählenden Bereiche. In diesem Zusammenhang wurde die Produktion in den Werken im britischen Sittingbourne und im schwedischen Wifsta eingestellt und die Fabriken geschlossen. Darüberhinaus wurden 2 Papiermaschinen im deutschen Werk Gohrsmühle stillgelegt, sowie eine Maschine im finnischen Kartonwerk Tako. Im selben Jahr wurden außerdem alle drei Kartonfabriken des Konzerns verkauft, und im Oktober schließlich auch die eigene Grosshandelsorganisation MAP Merchant an Antalis veräußert.
Fortwährende negative Ertragszahlen und die aufkommende Finanz- und Wirtschaftskrise erforderten 2008 einen weiteren Schritt. Im Herbst 2008 gab M-real bekannt, sich von seinem Graphic Papers Geschäftsbereich zu trennen und diesen zum 31. Dezember 2008 inklusive der Werke Kirkniemi, Kangas, Stockstadt und Biberist an die südafrikanische Sappi Ltd. zu verkaufen. Damit zieht sich M-real komplett aus dem Markt für gestrichene Feinpapiere zurück. Die Produktion jener Papiersorten in den Werken Husum und Äänekoski laufen vorerst weiter, der Vertrieb dieser Produkte erfolgt fortan jedoch ausschließlich durch Sappi[2]. Das Werk im österreichischen Hallein dagegen stellte am 30. April 2009 die Papierproduktion komplett ein. An diesem Standort führt M-real nur noch die Zellstoff-Produktion und den Betrieb eines mit Biomasse befeuerten Elektrizitäts- und Fernheizwerkes fort. Das Land Salzburg hat dagegen Klage[3] bei der EU Kommission und der EU Wettbewerbsbehörde eingereicht, da Gespräche mit Investoren zum Erhalt der Papierproduktion des Halleiner Werkes von Sappi und M-real abgeblockt worden seien, und das Land Salzburg den Konzernen geheime Absprachen vorwirft, bei denen es vorwiegend um eine Bereinigung des Marktes ging[4].
M-real ist an der Helsinkier Börse gelistet und hat derzeit Produktionsstandorte in Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Schweden.
Werbesprüche des Unternehmens sind „Make it real.“ und „Es ist nicht real bis es auf Papier ist“.
Umwelt
M-real wie auch die finnischen Unternehmen Stora Enso und UPM-Kymmene geraten immer wieder in die Schlagzeilen, da sie als Großkunde des finnischen Staatswaldes Holz aus Wäldern beziehen, die von Umwelt-Nichtregierungsorganisationen als Urwälder eingestuft wurden, und deren Nutzung Konflikte mit dort ansässigen indigenen Völkern und der Rentierhaltung nach sich zieht. Soweit dieses Holz in Zellstoffwerken weiterverarbeitet wird, kann es seinen Weg auch in Produkte für den deutschen Markt finden.
Webpräsenz der M-real (engl.) Einzelnachweise
- ↑ a b Jahresbericht 2008
- ↑ M-real stock exchange bulletin concerning sale of Graphic Papers business
- ↑ Bundesland Salzburg reicht Klage ein
- ↑ www.ak-salzburg.at [1]
Unternehmen im OMX Helsinki 25 (Stand: 1. August 2007)Amer Sports | Cargotec | Elisa | Fortum | Konecranes | Kesko | Kone | Metso | M-real | Neste Oil | Nokia | Nokian Renkaat | Nordea | Outokumpu | Outotec | Rautaruukki | Sampo | Sanoma | Stora Enso | TeliaSonera | TietoEnator | UPM-Kymmene | Uponor | Wärtsilä | YIT
Amer Sports | Cargotec | Elisa | Fortum | Konecranes | Kesko | Kone | Metso | M-real | Neste Oil | Nokia | Nokian Renkaat | Nordea | Outokumpu | Outotec | Rautaruukki | Sampo | Sanoma | Stora Enso | TeliaSonera | TietoEnator | UPM-Kymmene | Uponor | Wärtsilä | YIT
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