Indeterminismus


Indeterminismus (lateinisch) ist eine philosophische Lehre, nach der ein Geschehen nicht (oder nicht nur) durch kausale Faktoren bestimmt wird. Der Indeterminismus ist der Gegensatz zum Determinismus. In der Wissenschaftstheorie wird der Indeterminismus u. a. von John Dupré, Nancy Cartwright und Patrick Suppes vertreten.

In der Physik bezeichnet der Indeterminismus die Existenz des echten Zufalls, d.h. der echten Unvorhersagbarkeit von Ereignissen, insbesondere in der Quantenmechanik.

In der Religion bzw. Ethik ist der Indeterminismus nach Auffassung mancher abendländischer Philosophen die Grundlage für die Willensfreiheit des Menschen.


Dem gegenüber unterscheidet man in der Theoretischen Informatik zwischen deterministischen und nichtdeterministischen Algorithmen. Der Nichtdeterminismus basiert gegenüber dem Indeterminismus nicht auf dem Konzept des Zufalls sondern einer Art Gleichzeitigkeit (Parallelität): dem Erreichen eines Ziels auf eine nicht-zielgerichtete Weise.

Siehe auch: Zufall, Kausalität, Berechenbarkeit, Chaostheorie

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